Planungsphase ...

Bericht von André Blank, 31.07.2002
Fortsetzung

Der Druck der Aktien war die nächste zu bewältigende Aufgabe. Es wurden verschiedene Entwürfe sowie umfangreiche finanzielle Mittel benötigt. Die etwa 400 € Druckkosten konnten glücklicherweise durch Spenden und Projektmittel gedeckt werden. Die Entscheidung, welches Gesicht die Aktie bekommen sollte, war nicht einfach zu treffen. Viele Aspekte galt es zu beachten:
Die Aktie sollte ansprechend und klar gestaltet werden, musste aber zusätzlich fälschungssicher und vor allem auch bezahlbar zu drucken sein.
Wir entschieden uns aus etwa 15 verschiedenen Vorlagen für den folgenden Entwurf, der ursprünglich einen (sonnen-)gelben Hintergund hatte, aus Kostengründen dann aber weiß ausfiel:

Es wurden insgesamt 2.401 Aktien gedruckt; die 1.200 Inhaberaktien werden langfristig an SchülerInnen und andere Interessenten ausgegeben, die 1.201 Namensaktien verbleiben in jedem Fall bei Herrn Börner. Um den Verkauf der Aktien an (minderjährige) SchülerInnen im schulischen Rahmen überhaupt erst zu ermöglichen, bietet Herr Börner den Aktionären eine herausragende Sicherheit: Sie besteht darin, dass die Aktie ihren Wert nicht gänzlich verlieren kann. Er nimmt die Aktien deshalb zukünftig zu ihrem Nennwert von 5 € abzüglich der bisherig aufgelaufenen Abschreibung zurück (Da die Anlage in 20 Jahren einen Wert von nur noch Null haben wird, sinkt der innere Wert des 5-€-Anteils also um 25 cent pro Jahr)
Die SchülerInnen können natürlich auch an der schulinternen Börse andere Käufer suchen (und finden), die mehr zu zahlen bereit sind.....

Die SchülerInnen können Aktien eigenständig aus ihrem Taschengeld bzw. mit Unterschrift eines Elternteiles erwerben. Während der Projektwoche haben SchülerInnen aus allen Klassen und Jahrgangsstufen insgesamt etwa 250 Aktien erworben. Während des Schulfests am Jubiläums-Sonntag (28. Juli 2002) haben weitere SchülerInnen, deren Eltern und Ehemalige bzw. Freunde zusammen weitere 200 Aktien erworben. Insgesamt wurden der Steller-Solar-Stiftung bis Ende Juli 40 Aktien gestiftet. Damit ist der Grundstock gelegt, dass die Stiftung in der Zukunft als Mehrheitsaktionärin die Steller-Solar-Aktiengesellschaft übernehmen kann und sie damit personell unabhängig macht.


Ob die Stiftung dann das Unternehmen weiterbetreibt, liquidiert, oder ein ähnliches Projekt mit ökonomischer und ökologischer Ausrichtung unterstützt, ist ihr im Rahmen der Satzung freigestellt.